Akupunktur



Die Geschichte der Akpunktur

Die Ursprünge der Akupunktur reichen sehr weit zurück. Damals begannen die Menschen mit Steinnadeln Schmerzen zu lindern und entwickelten im Laufe der Geschichte die Methode weiter bis heute, wo wir TCM-Therapeuten/innen sehr dünne, sterile Akupunkturnadeln zur Verfügung haben. Damals wurde beobachtet, dass die Qi-Empfindung meist entlang einer Linie ausstrahlt. So entstand das Wissen über die Leitbahnen (Meridiane). Auf jeder Leitbahn befinden sich Punkte mit ähnlichen energetischen Eigenschaften. So entstand das Wissen der Akupukturpunkte. Jeder dieser Punkte hat ein eigenes Wirkspektrum - die gezielt gewählt wurden -um Disharmonien im Qi-Fluss zu lösen.


Was ist Akpunktur und was bewirkt sie?

Akupunktur ist vermutlich die bekannteste Methode der Chinesischen Medizin. Durch das Setzen und Manipulieren von feinen, dünnen Nadeln auf/in Akunkturpunkte, wird der Qi Fluss harmonisiert. Es ist ein Einstich, der in der Regel schmerzlos ist. Ist das Zentrum des Punktes mit der Nadelspitze erreicht, kann für einige Sekunden ein Gefühl eines leichten "Stromstosses" entstehen. Diese Empfindung nennen die Chinesen "De-Qi", was mit "dem Erreichen des Qi" übersetzt werden kann.

Es werden jene Punkte oder Punktekombinationen gewählt, die in Übereinstimmung mit dem ausgearbeiteten Diagnose- und Therapieprinzip eines Menschen ausgearbeitet wurden. Der Therapeut/die Therapeutin wählt also gezielt Punkte, die für das jeweilige persönliche, energetische Bild das bestmögliche Wirkspektrum hat. So werden durch die Impulse das Qi reguliert oder bewegt, gestärkt und harmonisiert.

Für viele Menschen ist es noch unvorstellbar, dass man z.B. anhand des Pulses den Qi Fluss oder die Energien im Körper erspüren kann. Dasselbe gilt auch für Akupunkturpunkte, die Leitbahnen oder Körperzonen. Wenn man einfach mit dem Puls oder den Energiepunkten "ist" (ohne zu denken), beginnt jedoch mit der Zeit eine Art nicht-materieller Begegnung oder Kommunikation. Menschen, welche regelmässig eine Akupunkturbehandlung geniessen, entwickeln oft nicht nur eine verfeinerte Körperwahrnehmung, sondern auch eine Empfindung der Lebensenergie. Dies ist ein einzigartiges Geschenk, welches einem auf dem Lebensweg wichtige Hinweise geben kann.


Wie sieht eine Akupunkturbehandlung aus?

Nach dem Gespräch zu Beginn der Sitzung und der Zungen- und Pulsdiagnose werden jene Körperareale freigemacht, auf welchen die ausgewählten Punkte liegen. Danach legt sich der Patient/die Patientin bequem auf die Massageliege. Nun werden die steril verpackten Nadeln gesetzt und allenfalls manipuliert. Es ist wichtig zu wissen, dass vor dem Entspannen keine Schmerzen oder stechend brennende Emfpindungen autreten sollten, damit auch die nötige Tiefe der Entspannung gewährleistet werden kann. Je nach Bedürfnis werden Sie bequem mit Wolldecken zugedeckt oder mit einem Wärmekissen auf dem Bauch oder an den Füssen verwöhnt. Danach dürfen Sie 20 - 30 Minuten in Ruhe Zeit für sich geniessen. Es ist wichtig, dass die behandelte Person die Körpergebiete (z.B. Füsse oder Beine, Hände oder Arme), in welchen die Nadeln stecken, nicht bewegt, damit keine unangenehmen Empfindungen entstehen.

Nach der Entspannungszeit werden die Nadeln entfernt. Danach darf man, wenn man möchte, noch etwas liegen bleiben und sich wieder ankleiden. Es bleibt meistens ein entspanntes und angenehmes Empfinden zurück.


Laserakupunktur

Eine weitere, modernere Methode ist die Anwendung mit einem Laser, eine Reiztherapie mit niederenergetischen Geräten ohne Nadeln. Über diese gesetzten Reize lassen sich die spezifischen Wirkungsbereiche der Akupunkturpunkte sehr gut stimulieren. Diese Methode ist ebenfalls schmerzlos und von kurzer Anwendungsdauer.

Die Laserakupunktur eignet sich sowohl für die Behandlung von Kindern, als auch für Menschen, welche Angst vor Nadeln haben.


Ohrakupunktur

Die Ohrakupunktur ist eine eigenständige Form der Akupunktur. Auf dem Ohr sind alle Körperorgane und Körperbereiche widerspiegelt. Man betrachtet die Ohrmuschel als einen auf dem Kopf liegenden Fötus. Bei einer Fehlfunktion eines Organes/Körperbereichs kann an der entsprechenden Ohrzone eine Veränderung der Empfindlichkeit festgestellt werden. Diese Veränderung zeigt, welche Punkte des Ohrs zu behandeln sind.

Ohrpunkte können durch verschiedene Varianten stimuliert werden: Einstechen von Akupunkturnadeln, elektrische Stimulation, Massage (Akupressur), Ohrsamen oder Bestrahlung mit Infrarot-Lasergeräten.

Durch die Behandlung dieser Ohrreflexzonen kann das betroffene Organ oder Körperareal positiv beeinflusst werden.


Unsere wahre Heimat ist das Jetzt.
Im gegenwärtigen Augenblick zu leben
ist ein Wunder.

(Thich Nhat Hanh)